Freitag, 24. Oktober 2014

Weekend Trip to Morrocco 1


Liebe Musketiere,

Mein Tag fing viel zu früh an. Um 5:30 würde der Bus abfahren. Ich war erst um 3Uhr wirklich ins Bett gekommen und vor Nervosität hatte ich kaum geschlafen. Ich stand in aller Herrgottsfrühe wieder auf, um noch die letzten paar Sachen in den Rucksack zu stopfen. 
Freudig stellte ich an der Bushaltestelle fest, dass die Gruppe nicht so groß war(nur ca. 30 Leute, sonst sind es immer an die 100) und ein paar andere schienen auch nicht so recht zu wissen, mit wem sie reden sollten, also war es doch irgendwie einfach ins Gespräch zu kommen und sich ein paar nette Sitznachbarn zu suchen.
Pünktlich um 5:30 Uhr morgens fuhren wir also mit dem Reisebus los und zunächst waren die Gesprächsthemen etwas holprig, aber als erst einmal der nervige Smalltalk überwunden war und die ersten paar echte Witze aufkamen, wurde es einfacher.


Von Granada aus ging es nach Algeciras, sozusagen einer der südlichsten Punkte der iberischen Halbinsel, von der wir aus um 10:30 mit der Fähre nach Ceuta übersetzten. Wir waren zwar immer noch auf spanischem Territorium, aber es war schon um einiges wärmer (12Uhr).


Wir fuhren ein gutes Stück mit dem Reisebus weiter und da kam auch schon die Grenzüberquerung: Da Marrokko eine Stunde Zeitverschiebung hat, reisten wir also mehr oder weniger in der Zeit zurück und kamen um 12 Uhr offiziell in Marrokko an.



Wir fuhren in die Stadt Tetuán und aßen erstmal zu Mittag. Gute marrokanische Küche und Unterhaltung in einem.

Dancer balancing lighted candles on his head
© Ilyasse (Erasmus Granada)

Nach der erfolgreichen Stärkung fuhren wir in die Innenstadt Tetuáns, um sie zu besichtigen. Der Stadtkern oder eher gesagt die Altstadt nennt sich Medina. Ein Gewirr aus engen Gassen und kleinen versteckten Märkten.


Das Besondere an Tetuán waren definitiv die vielen Kunsthandwerker. Es gab Goldschmieden und Stoffhändler, aber auch die gut verarbeiteten Lederwaren waren nicht weit.

Und überall kleine Miezekatzen, die darauf hofften (von mir) adoptiert zu werden und geliebt und geknuddelt gefüttert zu werden. (Crazy-Cat-Lady-Overload!)




Je tiefer uns der Stadtführer durch die engen Gassen führte, desto einfacher wurde auch das Leben der Leute, sie saßen auf der Straße, gingen ihren Beschäftigungen nach, sahen gelegentlich verwundert auf, wenn ein blondes Mädchen an ihnen vorbei ging. Irgendwann erreichten wir eine echte Gerberei, wo das Leder in Urinbecken gegerbt wird... Es stank bestialisch und überall wuselten die Fliegen herum. Die Anwohner schienen das gar nicht mehr wahrzunehmen.

Danach gings in den "moderneren" Teil der Stadt zum Geldwechseln (1 Euro= 11 Dirham). Zum Schluss bekamen die Gruppe Zeit für eine freie Erkundungstour.  Zum Shoppen oder Fotos machen oder was auch immer.
Als es langsam dunkel wurde, gingen wir zurück zum Treffpunkt und fuhren zum Hotel (ein 4 Sterne Hotel: Sauber und Frühstück+Abendessen inklusive.). Dort checkten wir schnell ein und aßen zu Abend. Wir waren alle ziemlich geschafft, dass wir im Grunde nur noch schlafengingen. Die Betten waren so unendlich gemütlich. Nach jeder langen Busfahrt war es wie ein Wellness-Urlaub für den Nacken und den Rücken, sich auf diese perfekte Matratze zu legen.

1 Kommentar:

  1. Du lebst! <3 Klingt ja schonmal, als wäre es nicht so übel gewesen wie erwartet. Sieht hübsch aus dort! Und omg die Katzen.. #crazycatladiesparadise

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