Samstag, 25. Oktober 2014

Weekend Trip to Morrocco 2


Tag 2 des Marokko-Abenteuers.


Es gab Frühstück im Hotel und dann gings im Grunde auch schon wieder in den Reisebus. Wir fuhren Richtung Asilah, einer wunderschönen Stadt an der Atlantikküste. Wir besichtigten die Medina(Altstadt), in der fast jeder Winkel verziert ist mit Kunst. Es war ein echt schöner Spaziergang durch Assilah. Als würde man durch ein bewohntes Museum laufen.


Woman painting with her feet

Natürlich gab es auch hier wieder Händler überall, aber die Kunst stand definitiv im Vordergrund.
In dieser Stadt kam mir jedoch das Bedürfnis mir ein traditionelles Gewand zuzulegen. Sie sind wie lange schöne Gewänder mit Kaputze! Ich schaute mir auf dieser Reise einige davon an, aber leider waren die, die mir gefielen zu teuer (50-70 Euro Fixpreis, ohne Verhandlungsbasis) oder die die erschwinglich waren leider nicht in meiner Größe zu haben... Überaus bedauerlich (Naja, ein Grund mehr zurückzukehren.).




Danach fuhren wir weiter nach Tanger, um zu Mittag zu essen. Als wir in die Stadt hineinfuhren, begannen die Leute, die hinten saßen, aufgeregt zu tuscheln. Sie schauten aus dem Heckfenster giggelten und staunten. Ich wusste nicht, was los war. Zunächst dachte ich, die Polizei, die uns zuvor einmal kurz angehalten hatte, sei hinter uns, aber dies schien nicht der Fall zu sein. Es stellte sich heraus, dass sich mehr als zehn Personen wohl an den Bus hingen und mitfuhren. Als wir anhielten, wurde mir bewusst, wie krass das eigentlich war. Es waren hauptsächlich Kinder und Jugendliche. Sie hingen nicht nur hinten dran, sondern sie waren auch unter den Bus geklettert, klammerten sich am Getriebe oder an den Kabeln fest. Was nicht nur gefährlich für diese Kinder war, sondern auch für uns. Sie hatten wohl eine Klappe beschädigt, denn der Busfahrer stauchte sie ganz schön zusammen. Ich kam einfach nicht darüber hinweg wie jung sie teilweise waren. Ihre Gesichter und Hände waren vom Dreck des Busses schwarz gefärbt. Aber sie zeigten keinerlei Reue. Ilyasse, Organisator der Reise und Teil des Erasmus-Teams, erklärte mir später, dass diese Kinder aus dem ärmlichen Dörfern kommen. Man erzähle ihnen die künsten Fantasien über ein paradiesisches Europa, deswegen hängen sie sich an Reisebusse und versuchen auf diesem Wege nach Europa zu gelangen. Aber spätestens an der Grenze werden sie eh abgefangen und zurück geschickt. Außerdem ist dieses "traumhafte Europa", was sie suchen, sicher nicht das, was wir als Europa kennen. Wenn sie die Sprache nicht können und ohne Bildung oder Papiere nach Europa kommen, geraten sie nur an den falschen Umgang und werden ausgebeutet, misshandelt oder an den Organhandel in Einzelteilen verkauft.

Ilyasse trieb uns an, den Kindern keine Aufmerksamkeit zu schenken und führte uns in das zweite Restaurant. Das Essen war lecker und es gab eine Bauchtanz-Show dazu.



Danach besichtigten wir Tanger, aber irgendwie war es eine dieser Städte, in der zu viel gewuselt wird. Es wurde viel gebaut, es gab unsäglich viele Menschen, tausend Gerüche mischten sich, es war laut und eng. Reizüberflutung kann man das wohl nennen.

Als wir wieder in den Bus stiegen, um nach Tetuan zurückzukehren, hingen sich wieder viele Leute an den Bus, aber auf der Strecke haben wir sie wohl einer nach dem anderen verloren. Ich hoffe niemand ist zu schaden gekommen..

Abendessen gab es wieder im Restaurant des Hotels und wieder der beste Schlummer in diesem



Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen