Sonntag, 26. Oktober 2014

Weekend Trip to Morrocco 3

Liebe Musketiere,


Wir frühstückten im Hotel und danach gings auch schon direkt los. Uns wurde ein Kamelritt versprochen, scheinbar gabs aber keine Kamele mehr, denn die wurden durch Dromedare ersetzt. aber es machte keinen großen Unterschied. Schließlich gehören Dromedare auch zur Familie der Kamele und werden sogar als "arabisches Kamel" bezeichnet. Außerdem war der Ritt genauso cool!
Ich war so aufgeregt, weil ich dachte, das Vieh würde mich bei der nächstbesten Gelegenheit abschmeißen, aber das war nicht der Fall und ich hatte viel Freude daran! Im Gegensatz zu ein paar anderen Kanaillen... Einige meinten nach dem Ritt hätten sie so gezittert, andere wiederum ließ das so erschreckend unbeeindruckt und wiederum andere wollten es nicht mal versuchen, weil sie der Überzeugung waren, ein Kamelritt gehöre in die Wüste und nicht so geplant in einem Stück Pampa. Ich bin der Ansicht, wenn sich dir eine Gelegenheit bietet, nutze sie. Wer weiß, ob du nochmal die Chance bekommst? (Die Regel gilt für alles außer Rauchen und Gangs beitreten haha)




Danach fuhren wir ganz schön lange durch die Berge. Es war eine schöne Landschaft, aber irgendwann auch etwas langweilig. Und bei Langeweile und langen Fahrten werden die Unterhaltungen dümmer, bis schließlich Albernheit aufkommt. Es wurde gesungen, schließlich sogar im Bus getanzt. Die Mexikaner sind ein so seltsames Völkchen, immer ausgelassen, aber auch so exzentrisch (Ich sag nur Bodyshots mit Wasser im Reisebus +nüchterne Striptease-Einlagen). Es war so krass. Ich hab das noch nie so erlebt, aber wer kann schon sagen, er hatte an einer Party in einem Reisebus teilgenommen? (In Deutschland wäre so etwas undenkbar, viel zu gefährlich und bestimmt auch gesetzeswidrig! Aber: what happens in Morrocco, stays in Morrocco.)

Wir kamen schließlich in Chefchaouen an. Die Medina: so unbeschreiblich schön mit Häusern, die in allen Blautönen strahlen. Nur durch die Stadt laufen ist so entspannend. Blau ist wirklich eine beruhigende Farbe. (Wenn ich irgendwann mal ein Haus kaufe, möchte ich es Blau streichen oder zumindest einen Raum in genau den gleichen Tönen gestalten.)

Danach gingen wir essen und hatten danach Freizeit, um alles selbst zu erkunden. Alle kauften Souvenirs, aber es fiel mir schwer mich zu entscheiden. Ich bereue es, kein traditionelles Gewand gefunden zu haben, das mir passte, aber vielleicht ist das ja Grund ein weiteres Mal nach Marokko zurückzukehren. (hihi Mir wäre wohl jeder Grund recht..)
Mint Tea after every Meal


Es wurde jedoch Zeit für die Rückkehr, weil in Spanien ja wieder eine Stunde vorgestellt wurde und unsere Fähre ging um 21Uhr von Algeciras zurück nach Ceuta. Die restliche Fahrt heim nach Granada versuchte ich zu schlafen, aber es fiel mir so unendlich schwer. Wir kamen um 3Uhr an. 
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Auf der Reise hatte ich viel mit vier Briten, einer Rumänin, drei Deutschen und zwei Amerikanern zu tun. Aber gegen Ende der Reise kannte man eigentlich so grob alle oder zumindest hatte schon mit fast jedem mal gesprochen. Die Mexikaner waren die seltsamsten und verrücktesten des ganzen Busses. Alle sympathisch, aber durchgeknallt. Es gab zwei britische Typen, die überaus attraktiv waren, aber ebenso arrogant. Ich schätze, das fällt wohl unter das lange vorherrschende Teenie-Gesetz, dass die gutaussehenden Jungs immer gemein sind. Zwei der Deutschen waren in einer Beziehung und leicht arrogant, beziehungsweise ganz schön snobby.. Sie erklärten, nur sie würden Hochdeutsch sprechen, weil sie aus Hannover kommen. Aber ich widerlegte charmant ihre Theorie.

Meine Sorgen waren unbegründet, aber ich kann nichts dagegen tun, man fürchtet das Ungewisse.

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