Mittwoch, 3. Dezember 2014

Long Day, Long Discussion

Liebe Musketiere,

Ein irgendwie langer Tag geht vorbei. Nicht, dass ich lange Uni gehabt hätte, aber es gibt einfach Tage... Mein Rucksack ist heute gerissen... Und dann musste ich meinen ganzen Kram so weiter schleppen...Ziemlich uncool...

Ich saß in einem Kurs, wo wir darüber sprachen, dass es Organisationen gibt, die Restaurants und Supermärkte auffordern, überschüssige Lebensmittel zu spenden. In einem Text standen ein paar Prozentangaben darüber, von wo wie viele Spendengelder kommen, um solche Organisationen zu unterstützen. Hauptspender waren natürlich die Kleinbürger, dann nationale Institutionen und zuguterletzt die EU.
Unsere Französisch-Dozentin wollte, dass wir uns kritisch dazu äußern. Einer der Spanier gab die "richtige" Antwort, dass die meiste Unterstützung von den Bürgern komme und dass die EU viel mehr leisten müsse. Aber ich fand das irgendwie bescheuert. Versteht mich nicht falsch, ich finde auch, dass solche Organisationen mehr Unterstützung verdienen. Aber die EU ist nun mal ein supranationales Organ, das sich schon mit vielen anderen Dingen beschäftigen muss. Ich sagte, man solle nicht immer die Schuld bei der EU suchen, dass vielleicht die nationalen Institutionen die Situation im eigenen Land besser einschätzen können und daher besser handeln können, aber machte mich damit natürlich prompt unbeliebt. Die Spanier wollen natürlich immer hören, dass die EU helfen muss, damit es vorran geht, aber das ist ein Irrtum. Auch die Dozentin empfand meine Antwort als empörend und meinte: "Deiner Meinung nach soll sich also jedes Land um seine eigenen Probleme kümmern? Und was ist mit den ärmeren Ländern? Wie sollen die sich helfen?" Sie stellte so viele Fragen auf einmal, dass ich nicht so schnell dazu kam auf französisch alle zu kontern. "Ich meine ja bloß, dass die EU hauptsächlich die Spendengelder der Länder distribuieren kann, aber..." aber ich kam gar nicht weiter. Am liebsten hätte ich ihr geantwortet: "Nun Frankreich ist jetzt nicht wirklich ein armes Land oder?" Aber vermutlich hätte mich das ein wenig meine Note gekostet und dabei stehe ich momentan ganz gut. (Die vielen Essays, die ich von Mahé habe korrigieren lassen, bevor ich sie abgegeben habe, haben sich ausgezahlt. Merci Mahé hihi).

Ich hatte Gruppenarbeiten und musste danach noch eine endlose Übersetzung über Obduktionen machen... Es war ebenso interessant, wie es ekelig war.

Aber das ist immer so toll bei Übersetzungen, sie bilden einen auf allen möglichen Gebieten.

Jetzt geh ich endlich schlafen... Naja fast: letzte Wäsche noch fertig machen...

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